Mai 27, 2024

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Deutschlands Biogas werde „maßlos unterschätzt“, sagt der Verband

Deutschlands Biogas werde „maßlos unterschätzt“, sagt der Verband

Nach Angaben des Bundesverbands Biogas werden die Chancen einer Umstellung Deutschlands von fossilem Methan auf erneuerbares Methan praktisch nicht berücksichtigt.
Die Kommentierungsfrist für die Konsultation des Grünen Gutachtens zum Umbau des deutschen Gasversorgungsnetzes endet heute (12. April).
Das Strategiepapier des Unionsministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sieht eine weitreichende Stilllegung des Gasverteilungsnetzes und eine teilweise Umverteilung des Netzes von Methan auf Wasserstoff vor.
Horst Seide, Präsident des Bundesverbandes Biogas: „In der aktuellen politischen Debatte werden Bedarf und Nutzen erneuerbarer Methan- und Gasversorgungsnetze in Deutschland völlig unterschätzt.“
„Ende 2022 hat die EU im Rahmen des REPowerEU-Projekts ein klares Ausbauziel von 35 Milliarden Normkubikmetern Biomethan im Jahr 2030 festgelegt und das Wirtschaftsministerium ist von diesen EU-Vorgaben nicht ganz überzeugt.“
Seide fügte hinzu, dass die Bedeutung des künftigen Verteilnetzes verkannt werde: „Auch bei der Elektrifizierung der Gebäudeheizung und dem Ausbau der Fernwärme werden Verteilnetze für Back-up-Kapazitäten benötigt, um lange Phasen geringer Wind- und Solarstromerzeugung zu reduzieren.“ Spitzen in Wärmenetzen.“
Darüber hinaus seien viele der Vorteile und Möglichkeiten der Umstellung von Gasnetzen auf den Transport von erneuerbarem Methan nicht ernst genommen worden, so der Verband.
„Erneuerbares Methan eignet sich besser als Wasserstoff zur saisonalen Energiespeicherung und zur Befeuerung von Gaskraftwerken und flexiblen Blockheizkraftwerken“, sagte Seide. „Außerdem entsteht bei der Biomethanproduktion klimaneutrales CO2 Zur Herstellung von synthetischem Methan oder als Nebenprodukt, das zur Verschlechterung von Herstellungsprozessen verwendet wird und negative Emissionen verursacht.“
Durch die Erschließung zusätzlicher Substrate, die nicht in Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion stehen, den Umbau bestehender Anlagen und die Produktion von künstlichem Methan könne die Einspeisung von erneuerbarem Methan in Deutschland im Vergleich zu heute um ein Vielfaches gesteigert werden, so das Unternehmen.
Wie machbar und sinnvoll der Ersatz von Erdgas durch erneuerbares Methan für Teile des Gasverteilungsnetzes sei, müsse vor Ort – im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung – und im Einklang mit der übergeordneten Netzplanung ermittelt werden. Basierend auf den jeweiligen Wärmeschemata.
„Der Erhalt der bestehenden Übertragungsnetze für den erneuerbaren Methantransport ist jedoch notwendig, um hohe regionale Bedarfe zu decken, Importe und Transporte zu realisieren und die Speicherkapazitäten des Gasnetzes auszunutzen“, schlussfolgerte der Fachverband Biogas. .

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