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GeForce-NOW: Gamestreaming von Nvidia

GeForce-NOW Titelbild

Nvidia hat auf der CES 2017 zwar keine neuen Grafikkarten vorgestellt, dafür aber den Spiele-Streamingdienst GeForce-NOW, welcher mehr Spielern den Zugang zu High-End-Hardware ermöflichen soll.

Was ist GeForce-NOW?

Bei GeForce-NOW handelt es sich um ein System, welches ganze Spielsitzungen streamt. Ähnlich, wie das bisher bekannte Steam In-Home-Streaming wird ein leistungsfähiger PC dazu verwendet das Spiel zu Rendern und alle Berechnungen durchzuführen. Dieser sendet die Bilddaten an ein anderes leistungsschwaches System, welches lediglich als Bildschirm dient. Die Peripherigeräte sind ebenfalls an das leistungsschwache System angeschlossen und die Eingabedaten werden an den rendernden PC weitergeleitet.

Genau nach diesem Prinzip funktioniert Nvidias neuer Streamingdienst. Nutzer mit schwachen PCs oder Macs, die dennoch neue Spiele problemlos Spielen wollen können den Dienst abonnieren und werden dann mit einem High-End-PC verbunden, auf welchem sie über die Streamingsoftware Spiele Installieren und Spielen können. Dabei soll sogar das Streamen auf Services, wie Twitch und das Spielen von VR-Spielen möglich sein.

Welche Spiele sind Spielbar?

Nvidia gibt an, dass alle Spiele aus den beliebten Spielestores Steam, Battle.net, Origin, Uplay und GOG verfügbar sein sollen. Free-to-Play Spiele sollen ebenfalls über die jeweiligen Websites zugänglich sein. Damit gibt Nvidia dem Spieler keine Einschränkungen bei den Spielen und der Streamingdienst ist ebenso flexibel, wie ein Gaming-System zuhause.

Latenzen und Internetbandbreiten

Nvidia selbst hat zu diesem Thema keine eigenen Angaben gemacht. Eine berechtigte Angst von Spielern bei derartigen Systemen ist immer die Latenz. Durch den Umweg über den PC in einem Rechenzentrum verlangsamt sich die Reaktionszeit des Spielers. Wir hatten auf der GDC im letzten Jahr die Möglichkeit einen anderen Service auszuprobieren, welcher von einem StartUp-unternehmen stammt. Wir konnten die Spiele mit einer Latenz von knapp 40 Millisekunden spielen. Was einer Display- und Eingabe-Reaktionszeit von jeweils 20 Millisekunden entspräche und somit verhältnismäßig viel ist. Ob Nvidia dieses Problem mit den Datenzentren lösen kann sei dahingestellt.

Ein wichtiger Faktor ist in jedem Falle die Internetanbindung des Nutzers. Für Full HD-Gaming wird selbstverständlich eine Leitung benötigt, von der aus Full HD-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde gestreamt werden können. Was mindestens einer stabilen Leitung von 16 000 kbit/s entspräche. Bei geringeren Auflösungen reichen auch kleinere Leitungen. Die Uploadgeschwindigkeit ist aufgrund der geringen Datenflüsse eher unerheblich sollte aber ebenfalls stabil sein.

Preise und Verfügbarkeit

Die Early Access Phase für GeForce-NOW startet im März in den USA für PC und Mac. Nach der Anmeldung kann dort jeder Spieler acht Stunden auf einem GTX-1060-PC oder vier auf einem GTX-1080-PC spielen. Für einen Beitrag von 25 Euro erweitert sich dann die Spielzeit um 20, beziehungsweise zehn Stunden.

Die Vollversion soll ab Frühjahr 2018 verfügbar sein, wobei hierfür keine Preisangaben gemacht wurden. Wer eine Chance haben will den Service mit Servern in den USA auszuprobieren kann sich unter https://www.nvidia.com/en-us/shield/games/geforce-now/ in eine Warteliste eintragen lassen.

Ob im Zuge der Vollversion auch andere Plattformen, wie etwa Android kompatibel sein werden, wie bei anderen ähnlichen Services, wurde bisher noch nicht gesagt.

Nvidias offizieller Trailer:

Artikelbild: Nvidia

 

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Über mich: David

Ich interessiere mich bereits seit einigen Jahren stark für Computer und die Technologie die dahinter steckt aber auch sehr stark für Gaming. Aus diesem Grund befasse ich mich seit längerem schon mit der Hardware die hinter einem PC und der Software die hinter einem Spiel steckt und mir ist es eine Freude beides zu testen. Aus diesem Grund habe ich im Jahr 2014 angefangen für Gamoha.eu zu bloggen.

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