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Erfahrungsbericht: Apple Music ausprobiert

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Wir haben uns für Euch Apple Musikdienst Apple Music genauer angeschaut und wollen Euch in dem folgenden Erfahrungsbericht schildern, ob sich dieser Dienst lohnt und wo seine Schwächen liegen.

Einleitung

Seit fast einem halben Jahr bietet Apple seinen hauseigenen Musik-Streamingdienst an. Mit diesem neuen Angebot möchte das Unternehmen die Spitze des Musikmarktes erobern und die Konkurrenz in den Schatten stellen. Hierfür soll Nutzern die komplette iTunes Mediathek zur Verfügung stehen, was aktuell etwa 30 Millionen Songs und Musikvideo aus verschiedenen Musikrichtungen bedeutet. Wir haben uns bereits vor mehreren Wochen bei Apple Music angemeldet und wollen Euch an dieser Stelle unsere Eindrücke von diesem Dienst präsentieren.

Eines vorweg: Durch die ständigen Updates und Verbesserungen der App unterscheidet sich Apples Musikdienst von seinen Konkurrenten, auch wenn er dabei nicht den Geschmack von jedem treffen dürfte.

Welche Anbieter gibt es neben Apple Music zurzeit?

Der derzeit größte Streamingdienst im Bereich Musik ist Spotify. Neben Spotify versucht auch Google mit Google Play einige Hörer für sich zu gewinnen. Zeitgleich wie Apple Music ist auch Amazon Prime Music in den USA gestartet und steht mittlerweile auch in Deutschland Prime-Kunden zur Verfügung. Letzterer könnte ein großer Apple werden, da der Dienst deutlich kostengünstiger ist und über einen übersichtlicheren Onlinemodus verfügt.

Kompatibilität

Apple Music ist auf allen Mac-Geräten sowie allen iPhones, iPads, iPods und Apple Watches verfügbar. Voraussetzung hierfür ist, dass das Gerät mindestens über iOS iOS 8 bzw. Mac OS 10 verfügt. Darüber hinaus gibt es die mobile Applikation auch für Android-Geräte über den Google Play Store. Bei einem Windows-PC muss iTunes installiert sein, um die Apple Music Funktionen zu verwenden.

Oberfläche und Nutzung

Die Oberfläche ähnelt iTunes sehr stark und ist in einem schlichten weiß mit einigen Magenta-farbigen Flächen gehalten. Sie wirkt auf den ersten Blick unübersichtlich,[Begründung einfügen] . Bei regelmäßiger Nutzung wird die Bedienung allerdings flüssiger.

Die Applikation für den Mac besitzt auf der oberen Seite eine Wiedergabeleiste mit Interaktionsmöglichkeiten und der Titelleiste. Daneben befinden sich die Einstellungen für das Benutzerkonto sowie eine Suchfunktion. Bei der Suchfunktion können Nutzer auswählen, ob der gewünschte Begriff in der Apple Music Bibliothek oder in der eigenen Musikbibliothek gesucht werden soll.

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Darunter befinden sich direkt die Bibliotheken sowie ein einfaches Menü mit den unterschiedlichen Funktionen von Apple Music. Unsere als favorisiert gespeicherte Musik sowie eigene Musikbibliotheken finden wir auf der linken Seite, während auf der rechten Seite die Inhalte der oben stehenden Menüpunkte aufgeblendet werden.

Die Interaktion mit Apple Music erfolgt mit Hilfe von Tastatur und Maus. Wer einen Touchscreen-Monitor verwendet, kann auch Gesten zur Interaktion einsetzen.

Bei der mobilen Variante sieht es etwas anders aus. Hier befinden sich fünf Buttons für die verschiedenen Funktionen auf der Unterseite des Displays. Darüber werden die Informationen aus den einzelnen Funktionen sowie der aktuelle Song zusammen mit dem Wiedergabesymbol angezeigt. Hier geschieht die Interaktion vollständig über Gesten.

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Je nach Anzahl der Musiksammlung gibt es sowohl bei der Mac- oder PC-Variante sowie bei den mobilen Anwendungen leichte Verzögerungen beim Scrollen oder Auswählen einiger Alben. Mit diesen Problemen können wir gut leben. Der größte Kritikpunkt an der Oberfläche und der Nutzung ist die Downloadfunktion. Jeder einzelne Titel muss einzeln ausgewählt werden, um diesen zu downloaden. Eine Album-Download-Funktion gibt es scheinbar noch nicht. Lediglich bei Playlisten können mehrere Titel von verschiedenen Künstlern und Alben gleichzeitig gedownloadet werden.

Außerdem werden einige Songs nicht ordentlich heruntergeladen, sodass wir überraschend feststellen mussten, dass ein anderer Song statt des gewählten heruntergeladen wurde. Auch wenn der Titel und das Cover stimmen, ist die Melodie von einem anderen Song. Dieses Problem trat bei uns häufiger auf und führte dementsprechend zur Frustration.

Die einzelnen Zusatzfunktionen erklärt

Für dich

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Mit Hilfe dieser Funktion können Nutzer neue Musik von verschiedenen Künstlern kennenlernen, welche bislang nicht in der eigenen Musikbibliothek vorhanden sind. Die Software kümmert sich um die Zusammenstellung von Künstlern und Musik-Playlisten anhand des eigenen Musikgeschmacks. Durch mehrmaliges Aktualisieren wechselt das Angebot.

Mit pinken Bläschen, welche am Anfang erscheinen, wird der Musikgeschmack ermittelt. Einmaliges Tippen oder Klicken auf ein Bläschen bedeutet, dass die angezeigte Musikrichtung dir gefällt. Mehrmaliges Tippen oder Klicken lässt das Bläschen größer werden und der Schwerpunkt wird mehr auf dieses ausgerichtet. Auch durch die Herzen an der Seite eines jeden Songs trägt zur Ermittlung bei.

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Falls der angezeigte Vorschlag nicht gefallen sollte, kann dieser einfach mit dem Punkt „Dieser Vorschlag gefällt mir nicht“ entfernt werden. So lernt Apple Music mit der Zeit, welchen Geschmack Du hast und kann Dir immer präzisere Vorschläge machen.

Neu

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Ähnlich wie bei „Für dich“ werden hier die neusten Songs, Alben und Musikvideos vorgestellt. Außerdem werden hier auch aktuelle Chartplatzierungen sowie neue Playlisten angezeigt.

Radio

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Apple bewirbt gerne seinen eigenen Radiosender Beats1. Dieser läuft sieben Tage rund um die Uhr und wird von Musikern wie Zane Lowe, Ebro Darden und Julie Adenuga moderiert. Das Programm besteht aus Musik, Interviews mit Musikern und Beiträgen von Gastmoderatoren.

Neben dem eigenen Sender können auch Genres als Radiosender empfangen werden. Hier ist das Programm allerdings nicht so vielseitig und wird auch nicht moderiert. In der Regel wechselt die Playlist alle drei Tage. Und wie bei einem Radiosender können Titel auch nicht übersprungen werden.

Connect

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Connect erlaubt Künstlern ihren Fans einen Einblick in ihre Arbeit und Umgebung zu schaffen. Dort können persönliche Momente wie Backstage-Bilder, unvollendete Songtexte oder ähnliches gefunden werden. Musiker können zudem Songs und Videos zu bereits veröffentlichten Alben posten. Auf

Mit Connect sollen Künstler ihren Fans einen Einblick in ihre Arbeit und Umgebung schaffen. Dort sind  persönliche Momente  wie Backstage Bilder, unvollendete Lyrics Texten oder ähnliches zu finden. Musiker können Songs und Videos zu bereits veröffentlichten Alben posten. Auf den öffentlichen Seiten können Nutzer alles, was ein Künstler gepostet hat, kommentieren, liken oder es über Nachrichten, Facebook, Twitter und E‑Mail teilen. Neben dem Profilbild und den Posts ist auf den Seiten die  komplette Diskografie angegeben. Außerdem zeigt sie an, welche Lieder bereits in der eigenen Playlist vorhanden sind und welche einem gefallen könnten.

Im Großen und Ganzen handelt es sich bei dieser Funktion eigentlich um eine Werbeplattform für Künstler.

iTunes Store

Der iTunes Store ist derselbe geblieben. Dort können weiterhin Songs und Apps gekauft und heruntergeladen werden.

Playlist

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Playlisten können mittlerweile individuell gestaltet werden, d.h. ein eigener Text kann nun als Beschreibung zu der Playlist hinzugefügt werden und verschafft somit eine eigene Ordnung. Des Weiteren lässt sich das Vorschaubild und die Hintergrundfarbe der Playlist anpassen.

Der größte Kritikpunkt ist allerdings die Anzahl der Lieder, die in eine Playlist eingefügt werden können. 250 Songs können in eine eigene Playlist aufgenommen werden. Apple verspricht allerdings, dass demnächst mehr als 250 Songs in eine Playlist aufgenommen werden können. Ein weiteres Problem ist, dass eigene Playlisten nicht online gestellt oder mit Freunden geteilt werden können.

Darüber hinaus bietet Apple eigene Playlisten, die A-Listen, an. Dort sollen die aktuellen Songs enthalten sein.

iCloud

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Eigene Songs können individuell bearbeitet werden und in der iCloud gespeichert werden. Dadurch kann der Song auf jedem eigenen Apple Music Gerät gefunden werden. Dieses Feature ist nicht nur beim kostenpflichtigen Tarif inbegriffen, sondern auch dann, wenn kein Abonnement abgeschlossen wurde.

Kosten

Ähnlich wie Spotify oder Netflix bietet Apple für seinen Dienst ein Einzelabo für etwa 9 Euro sowie ein Familienabo für 14 Euro an. Bei kann nur eine Person das Angebot von Apple Music gleichzeitig nutzen. Beim Familienabo können bis zu sechs Personen gleichzeitig auf die Mediathek zugreifen und Musik hören. Einzige Voraussetzung hierfür ist die iCloud-Familienfreigabe.

Empfehlung

Abschließend wollen wir auf unsere Eingangsfrage zurückkommen: Lohnt sich Apple Music?

Unserer Meinung nach lohnt sich Apple Music aktuell noch nicht. Für Apple-Kenner und –Nutzer mag das vielleicht eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Android- und Windows-Nutzer sollten allerdings lieber bei anderen Streaminganbietern wie Spotify oder Amazon Prime Music bleiben.

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