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Aero-800: Aerocools Allround-Midi-Tower im Test

Mit dem Aero-800 hat uns der Hersteller Aerocool einen Midi-Tower zugesendet, welchen wir uns für Euch angesehen und ausführlich getestet haben. Dabei handelt es sich um ein Allround-Gehäuse des Herstellers, welches durch seine Kühlleistung, sein Kabelmanagement und durch sein Design auffallen soll. Darüber hinaus soll der Midi-Tower genügend Platz für große und vielseitige Komponenten bereithalten. Ob alles auch tatsächlich alles so zutrifft, wie der Hersteller das auf seiner Seite bewirbt, verraten wir Euch in dem nachfolgenden Test.

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Stabiles Äußeres beim Aero-800

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Die Aero-800 PC-Gehäuse sind in vier unterschiedlichen Farbvarianten in Schwarz, Blau, Grau und Weiß. Entsprechend der Farbvariante besteht auch ein Großteil des äußeren Materials aus dieser Farbe. In unserem Fall handelt es sich um das Aero-800 Schwarz. Dieses ist auf der Vorderseite komplett in schwarz gehalten und bietet einige optische Highlights. Die Materialwahl fällt bei Aerocool auf SECC-Stahl und Kunststoff. Letzteres wird insbesondere für das Seitenfenster und die Front eingesetzt.Das Aero-800 ist 200 Millimeter breit und etwa 475 Millimeter lang bei einer Höhe von 501 Millimetern. Das Leergewicht beträgt etwa sechs Kilogramm. Damit gehört das Aero-800 von Aerocool zwar nicht zu den leichtesten auf den Markt. Es lässt sich aber dank seiner Bauform und der griffigen Oberfläche dennoch gut transportieren.

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Das angesprochene Gewicht hilft zusammen mit den abnehmbaren Standfüßen für einen sehr guten Halt auf dem Boden. Diese sind ebenfalls aus Kunststoff gefertigt worden und heben das Gehäuse etwa zwei Zentimeter vom Boden ab. Dadurch ist auch die Lüftung am Boden gewährleistet. Wenn wir am Boden bleiben, findet sich auf der Unterseite des Gehäuses noch ein magnetischer Staubfilter wieder. Dieser besteht aus einem feinen Netz, welcher die grobe Gehäuseöffnung (ein grobmaschiges Netz) vor Staub schützt. Dass der Staubfilter sinnvoll ist, konnte dieser in unserem Test gut unter Beweis stellen. Dieser hielt das Gehäuse frei von nervigen Staub.

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Staubfilter oben und unten

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Einen vergleichbaren Staubfilter finden wir ebenfalls auf der Oberseite. Weitere Besonderheiten gibt es äußerlich hier allerdings nicht, weshalb wir uns jetzt der Front widmen wollen. Diese ist in drei Teile gegliedert. Auf der Oberseite ist ein I/O-Panel bestehend aus dem Powerknopf, Audiobuchsen sowie jeweils zwei USB 2.0 und 3.0-Ports. Eigentlich sollte ein Kartenleser laut Produktbilder des Herstellers vorhanden sein, stattdessen konnten wir nur einen leeren Platz vorfinden. Der zweite Bereich ist für zwei 5.25 Zoll Laufwerke vorhanden, sodass beispielsweise ein DVD- oder Bluray-Brenner eingebaut werden können. Komplettiert wird die Front von einem fest verbauten Staubfilter hinter dem sich bereits ein vormontierter Lüfter befindet. Hier befindet sich auch eher unauffällig das Herstellerlogo.

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Im Gegensatz dazu befinden sich auf der Rückseite einige Aussparungen für das Mainboard und Netzteil. Darüber hinaus befinden sich zwei Gehäuseöffnungen dort, wobei sich hinter einer wie auf der Vorderseite ein vorinstallierter Lüfter befindet. Hier hätten wir uns noch feinmaschigere Staubfilter wie auf der Ober- und Unterseite gewünscht, um potentiellen Staubeintritt ganz zu verhindern. Zusätzlich befinden sich auf der Rückseite sieben herausnehmbare Blenden für Erweiterungen beispielsweise für die Grafikkarte oder eine weitere Audiokarte. Ansonsten sieht die Rückseite recht unspektakulär aus.

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Insgesamt wirken das Design sowie die Verarbeitung hochwertig und durchdacht. Alle Ecken sind abgerundet und die Spaltmaße sind gering gehalten worden. Optische Highlights wie die magnetischen Staubfilter und das Acryl-Fenster verpassen dem Aero-800 einen gewissen Charme.

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ATX-Mainboards und große Komponenten

Kommen wir von der äußeren Beschreibung in das Innere des Aero-800. Die einzelnen Seitenteile des Aero-800 können wir mit Hilfe von zwei Drehschrauben einfach und ohne Werkzeug öffnen und schließen. Dabei müssen für den Einbau und die Wartung von Komponenten am besten beide Seitenteile abgenommen werden.

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Beim Blick in das Gehäuse fallen uns ein relativ großer Leerraum und eine montierte Kiste auf dem Boden auf. Wer einen Festplattenkäfig oder ähnliches sucht, wird erstmal skeptisch gucken. Der Leerraum ist allerdings so groß, dass ohne Probleme ATX-Mainboards eingebaut werden können. Auch Grafikkarten mit einer Länge von bis zu 39 Zentimetern eingebaut werden. Beispielsweise können eine lange GTX 570 oder eine GTX 970 ohne Probleme im Gehäuse unterkommen.

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Bereits vor der Montage des Mainboards befinden sich Sockelschrauben bereits in entsprechenden Öffnungen. Weitere Sockelschrauben befinden sich im Lieferumfang und müssen für die Montage eines ATX-Mainboards auch verwendet werden. Eine Beschriftung der Öffnungen oder eine Musterschablone für die Sockelschrauben fehlt leider. Wir nehmen daher das Mainboard zur Hilfe und schauen wo die Schrauben platziert werden müssen. Die Schrauben lassen sich ohne zusätzliche Werkzeuge im Gehäuse befestigen.

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Keine Werkzeug-lose Montage möglich

Anders sieht es da bei weiteren Komponenten aus. Wer beispielsweise ein Grafikkarte oder ein 5,25-Zoll-Laufwerk befestigen will, muss sich einen Schraubenzieher zur Hilfe holen. Frontblenden aufschrauben, herausnehmen und die Komponenten ebenfalls mit Schrauben befestigen. Vor und neben dem Mainboard finden wir verschiedene Öffnungen für das Kabelmanagement, sodass Kabel nicht unordentlich im Aero-800 liegen. Wer nicht gerade noch Lüfter oder 5,25-Zoll-Laufwerke anbringen will, ist an dieser Stelle bereits fertig. Wir können mit der Montage beginnen und das Geheimnis hinter der Box auf dem Boden lüften.

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Zwei Festplatten und drei SSDs

Rückseitig befindet sich auf der unteren Seite ein zweigeteilter Raum für die Montage von Festplatten und des Netzteils. Die Öffnung für das Netzteil ist so groß, dass Netzteile mit einem ATX-Formfaktor eingebaut werden können. Hier empfehlen wir Euch allerdings ein modulares Netzteil zu verwenden. Dies ist für die spätere Wartung und die Verwendung des Kabelmanagements vom Vorteil. Das Netzteil selbst sitzt auf gummierten Füßen, sodass das etwas vom Boden abgehoben wird und gegen leichte Erschütterungen geschützt ist. Zwei 3,5-Zoll Festplatten können in dem minimalen Laufwerkskäfig daneben werkzeuglos montiert werden. Hierfür werden die beiden Schienen einfach mit den Laufwerken verbunden und wieder hineingeschoben.

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Darüber hinaus können wir noch eine SSD in den separaten SSD-Schacht verbauen. Dabei kann das 2,5-Zoll große Laufwerk wahlweise noch mit Schrauben gesichert werden, die sich ebenfalls im Lieferumfang befinden. Wer mag kann etwas umständlicher auch zwei weitere 2,5-Zoll-Laufwerke mit Hilfe von zwei Schrauben montieren.

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Insgesamt bekommt jede Komponente ausreichend Platz, sodass das Gehäuse für vielseitige Anwendungsfälle gerüstet ist. Wichtige Komponenten wie Laufwerke können nahezu schraubenlos befestigt werden und durch die Konstruktion des Aero-800 auch einfach gewartet werden. Anstrengender sieht es mit dem Kabelmanagement aus, worauf wir im nächsten Abschnitt etwas genauer eingehen wollen.

Fluch und Segen Kabelmanagement

Eigentlich soll das Kabelmanagement für ein ordentliches Gehäuse sorgen und sich im Idealfall auch einfach zu nutzen sein. Der erste Punkt trifft auch vollkommen auf das Aero-800 zu, sodass wir unser Gehäuse vor unnötigem Kabelsalat schützen können und jedes Kabel auch dank des modularen Netzteils gezielt einsetzen können.

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Leider kommen wir durch die Konstruktion der Box nur schwer an das das Netzteil, weshalb es bei jeder Erweiterung von der Befestigung gelöst und aus der Box leicht herausgezogen werden muss. Darüber hinaus sind einzelne Kabelöffnungen zu dicht am Mainboard dran, sodass dort nur dünnere Kabel verwendet werden können. Dickere Kabelstränge wie beispielsweise das Hauptkabel zur Stromversorgung des Mainboards oder des Prozessors kommen nur knapp an ihr Ziel und müssen daher etwas umständlich verlegt werden.

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Am besten hat uns das Kabelmanagement bei den Anschlusskabeln vom I/O-Panel an der Front sowie der Laufwerksverbindungen gefallen. Diese können durch seitliche Öffnungen neben dem Mainboard einfach hindurchgesteckt werden. Auch Lüfter lassen sich auf der Vorderseite schön einfach verkabeln, wenn das passende Kabel erst einmal durch die engen Öffnungen zur Verfügung steht.

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Kühlmöglichkeiten

Wo wir bereits bei Kühlern sind, können wir auch direkt dabei bleiben. Wer das Aero-800 erwirbt, erhält bereits zwei kostenlose 120-Millimeter-Lüfter auf der Vorder- und Rückseite vorinstalliert. Der Frontlüfter besitzt LEDs und leuchtet bei unserer Farbvariante in einem roten Ton. An dieser Stelle kann ein weiterer Lüfter mit einer maximalen Größe von 140 Millimetern befestigt werden. Darüber hinaus können auf der Oberseite zwei 120-Millimeter-Lüfter befestigt werden. Alle Lüfter können dabei mit Schrauben befestigt werden. Prozessorkühler können mit einer Höhe von etwa 15 Zentimetern montiert werden. Alternativ können auch Radiatoren von Wasserkühlungen angebracht werden, was wir allerdings nicht testen konnten, da wir keine Wasserkühlung besitzen.

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Bereits mit den Standardsetting (zwei vorinstallierte Lüfter und Komponentenlüfter sowie Prozessorlüfter) konnten wir einen Luftstrom erzeugen, der von der Front aus die frische Luft einsaugt und über die Rückseite wieder ausgibt. Dieser ist stark genug, um die Komponenten kühl zu halten.

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Über mich: Jan

Schon seit meiner Kindheit habe ich bereits ein großes Interesse an Computerspielen, verschiedener Hardware und mobilen Geräten. Dabei macht mir nicht nur das Spielen mit Freunden und fremden Leuten im Internet Spaß, sondern auch das Zusammenbauen von Computern und das Testen von neuen Möglichkeiten mit mobilen Geräten wie Smartphone oder Tablet. Seit 2010 habe ich für unterschiedliche Blogs bereits geschrieben, aber gamoha.eu wird mein erster eigener Blog sein.

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