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Jurassic World 2: Das Gefallene Königreich in der Filmkritik

Jurassic World 2: Das Gefallene Königreich kommt am 06.06.2018 in die deutschen Kinos.

Bereits einen Tag vor dem offiziellen Deutschlandstart hatten wir die Möglichkeit uns den Film Jurassic World 2: Das Gefallene Königreich in einer Vorpremiere im Cinedome in Köln anzuschauen. Ob sich ein Besuch im Kino lohnt und wie uns der Film so gefallen hat, erfahrt ihr in unserer neuen Filmkritik:

Drei Jahre nach Jurassic World

Es ist bereits der fünfte Teil der Jurassic Park-Reihe und die direkte Fortsetzung von Jurassic World. Drei Jahre sind nach den Ereignissen von Jurassic World vergangen. Die Dinosaurier leben mittlerweile auf der Isla Nublar ungestört von Wissenschaftlern und anderen Schaulustigen. Alles könnte so friedlich sein! Doch neue Bedrohungen kündigen sich an und das Leben der Dinosaurier ist nicht mehr sicher. Als der Vulkan der Isla Nublar wieder aktiv wird, muss sich die Menschheit die Frage stellen, ob sie die Tiere retten oder sterben lassen wollen.

Nicht nur einfach die Story fortsetzen

Mit Juan Antonio Bayona versucht sich ein bislang relativ unbekannter Regisseur die vorgegebene Story von Jurassic World 2 auf die Leinwand zu bringen. Sicherlich ein gewagtes Projekt, eine erfolgreiche Serie fortzuführen. Nach Aussage des Regisseurs soll Jurassic World 2 dabei nicht nur eine einfache Fortsetzung und mittlerer Teil einer Trilogie sein, sondern auch wesentlich mehr als der erste Film eine Verbindung zu Jurassic Park schlagen.

Nach den Geschehnissen in Jurassic World leben die Dinosaurier ein ruhiges und ungestörtes Leben. Claire Dearing, die frühere Parkmanagerin und gespielt von Bryce Dallas Howard, hat inzwischen mit der Dinosaur Protection Group (DPG) eine eigene Organisation gegründet. Ihr Ziel ist die Dinos vor dem erneuten Aussterben zu beschützen. Unterstützt wird sie dabei von Chris Pratt, der den Dinosauriertrainer Owen Grady erneut verkörpert.

Dramatik beginnt mit Verzögerung

Etwas mysteriös beginnt der Film und stellt uns als Zuschauer vor Rätsel, welches allerdings im Laufe des Films zu schnell aufgelöst wird. Für alle die bereits einen der vorherigen Filme gesehen haben, ist das Setting ja bereits bekannt. Alle anderen, die noch keinen der Filme bisher gesehen haben, erhalten aber dennoch eine kurze und knackige Einführung was Jurassic Park ausmacht.

Es kommt natürlich wie es kommen muss… Die Dramatik gewinnt an Fahrt, flacht allerdings relativ schnell wieder ab, als klar wird wohin die Reise geht. Doch als wir glauben der Film ist zu Ende, zaubert der Regisseur eine zweite Handlung aus dem Hut, welche den Film zu Ende bringt. Die Dramatik nimmt erneut Fahrt auf und bleibt bis zum Ende auf hohem Niveau.

Der Film gewinnt an Tiefe

Während die Action auf der Kinoleinwand uns in ihren Bann zieht, gibt es noch Zeit für Sentimentalitäten und weitere Charakter-Hintergründe. Mit der Begeisterung eines Kindes werden die Tätigkeiten von Owen näher beleuchtet und es wird deutlich, dass Dinosaurier in Jurassic Park auch menschliche Züge aufweisen können.

Folgerichtig: Jurassic World 2: Das Gefallene Königreich konfrontiert uns immer wieder mit der Grundsatzfrage nach dem Umgang mit künstlichem Leben und wie weit der Mensch dabei gehen darf. Eine Antwort gibt der Film natürlich nicht, aber Anreize diese Fragen zu diskutieren schafft er definitiv.

Anreize werden durch das Geschehen auf der Leinwand mehr als genug geliefert. Juan Antonio Bayona hält uns den Spiegel vor die Nase und zeigt uns, dass auch wir Menschen nicht besser sind als die Dinosaurier und selbst schnell zum ungeliebten Raubtier werden. Ein Wechselspiel und eine Symbiose, die zumindestens im Film zeigt, dass Menschen und Tiere nicht so verschieden sind, wie wir selbst es gerne mal darstellen. Die Moralkeule bleibt aber dennoch stecken.

Unerwartet offenes Ende

Wie bei einem klassischen Drama spitzt sich die Situation zu und es kommt zur Katastrophe – oder doch nicht? Der Film endet unserer Meinung nach etwas plötzlich und lässt uns mit einigen offenen Fragen zurück. Auch die angesprochene Grundsatzfrage bleibt unbeantwortet, bietet dafür aber gleichzeitig weiteren Stoff um weitere Filme aus der Jurassic Park-Reihe zu produzieren.

Fazit

Bei Jurassic World 2: Das Gefallene Königreich handelt es sich um einen erfrischenden und zugleich actiongeladenen Film, der uns zu einem gemütlichen Nachmittag oder Abend ins Kino einlädt. Wie vom Regisseur angekündigt handelt es sich hierbei definitiv nicht um eine einfache Fortsetzung innerhalb einer Triologie. Auch wenn der Film anfangs ein wenig Zeit braucht um in Fahrt zu kommen, bringt dieser Stück für Stück neue Elemente in die Filmreihe mit ein, die diese definitiv bereichern. Mit Sicherheit könnten die Charaktere noch ein bisschen detaillierter präsentiert und die CGI-Effekte nicht so hart übertrieben werden, dennoch hat Regisseur Juan Antonio Bayona sich nicht übernommen und einen schönen Nachfolger für Jurassic World geschaffen.

Also ab ins Kino!

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