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Shuttle: Barebone-PC DS437T im Test

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Shuttle entwickelt und vertreibt kompakte Computersysteme, welche auch als Barebones bekannt sind. Dabei war der Hersteller einer der ersten auf dem deutschen Markt, die sich auf den Vertrieb von kompakten Computersystemen spezialisiert haben. Darunter befindet sich auch das Shuttle Barebone DS437T, welches nach Angaben des Herstellers trotz seiner kompakten Größe genügend Leistung für anspruchsvolle Büroanwendungen und zum Abspielen von Full HD-Videos liefern soll. Für einen kompletten Office-PC werden zusätzlich zum Shuttle Barebone DS437T nur noch eine Festplatte bzw. SSD sowie Arbeitsspeicher benötigt. In unserem Testbericht wollen wir überprüfen, ob wir mit den drei genannten Komponenten einen einfachen Computer für typische Office- und Multimedia-Anwendungen schaffen können und ob diese in unserem Test auch flüssig laufen.

Lieferumfang

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Im Lieferumfang befinden sich nebem dem Shuttle Barebone DS437T noch eine mehrsprachige Installationsanleitung, zwei Standfüße aus Metall, eine VESA-Halterung mit zwei Metallwinkeln, vier Rädelschrauben zum Verbinden der Vesa-Halterung dem PC, vier weitere Schrauben zum Verbinden der Vesa-Halterung mit externer Befestigung, drei kleinere Schrauben zur Montage eines 2,5 Zoll Laufwerks sowie eine Treiber DVD für Windows 7, 8 und XP und ein externes Netzteil mit Netzanschlusskabel. Damit liefert Shuttle sein Modell mit dem wichtigsten Zubehör für einen schnellen Start aus und gibt dem Käufer verschiedene Möglichkeiten das Gerät aufzustsellen bzw. an der Wand zu befestigen. Für den Einbau der zusätzlichen Komponenten wird nur noch ein Kreuzschraubenzieher benötigt.

Technische Details

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(Mehr technische Informationen findet ihr hier: http://www.shuttle.eu/fileadmin/resources/download/docs/spec/barebones/DS437T_d.pdf)

Shuttle stattet sein Barebone DS437T mit einem Intel Celeron Prozessor mit zwei Kernen und einer Taktrate von 1,8 Gigahertz pro Kern aus. Neben den beiden Kernen besitzt dieser Prozessor einen integrierten Intel HD Grafikchip, welcher über eine Taktrate zwischen 350 und 1000 Megahertz verfügt und seinen Grafikspeicher mit dem vorhandenen Arbeitsspeicher aufteilt.

Beim Mainboard setzt der Hersteller auf ein eigenes Mainboard mit der Bezeichnung FS47, welches auf einem Intel NM70 Express Chipsatz basiert und zusammen mit den anderen Komponenten auch für den dauerhaften Betrieb geeignet ist. Des Weiteren unterstützt das Mainboard beispielsweise das Booten von externen Speichermedien wie einem USB-Stick oder einer Speicherkarte und lässt sich über das eigene Heimnetzwerk mit Wake on Lan aufwecken.

Für den Einbau des Arbeitsspeichers bietet das Modell zwei  Steckplätze und ermöglicht die Nutzung von bis zu 16 Gigabyte mit einer maximalen Taktrate von 1600 Megahertz. Unsere Testkonfiguration besitzt insgesamt acht Gigabyte Arbeitsspeicher von der Marke Kingston. In dem Mini-PCIe Steckplatz ist ein Wireless-Lan Modul eingesteckt, welches aber durch andere Erweiterungskarten ausgetauscht werden kann.

Zum Speichern von Daten oder für die Installation des Betriebssystems stehen dem Nutzer beim Shuttle Barebone DS437T eine Serial-ATA-Schnittstelle zur Verfügung, welche mit einer Festplatte oder einer SSD mit einer Größe von 2,5 Zoll bestückt werden kann. In unserem Fall verwenden wir eine 64 Gigabyte große SSD von Corsair. Darüber hinaus stehen jeweils vier USB 2.0 und 3.0-Ports  sowie ein SD-Kartenslot zur Erweiterung des Speicherplatzes bereit.

Die Verbindung zum Internet kann über das bereits beschriebene Wireless-Lan Modul, welches bereits in dem Mini-PCIe Steckplatz vorinstalliert ist, und eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle, welche in unserem Test ebenfalls an eine Gegenstelle mit einem Gigabit angeschlossen ist. Für die Aufnahme und Wiedergabe verfügt das Modell über einen Realtek ALC 662 High-Definition Audiocontroller.

Das Gehäuse besitzt bei der Auslieferung keine eigenen Lüfter oder andere aktive Kühlmöglichkeit und kühlt alle inneren Komponenten passiv und ohne Geräuschentwicklung. Zudem verspricht Shuttle, dass das Gerät durch den Einsatz der passiven Kühlung nahezu wartungsfrei ist. Allerdings weist der Hersteller daraufhin, dass das Barebone DS437T in einer vertikalen Position mit dem DVI-Anschluss nach oben aufgestellt und betrieben werden solle.

Nach Angaben von Shuttle unterstützt unser Testmuster verschiedene Betriebssysteme mit 32- oder 64-Bit. Für unseren Test verwenden wir zunächst eine frische Installation von Windows 8.1 und installieren anschließend die neuste Ubuntu-Version jeweils mit einem USB-Stick.

Insgesamt stattet Shuttle sein Barebone DS437T mit verschiedenen Komponenten aus, welche zu einem guten Bürocomputer, einem Arbeitsplatzrechner oder einem einfachen Heimserver passen würden.

Äußeres Erscheinungsbild

Das Gehäuse besteht vollständig aus schwarz lakiertem Stahl und besitzt auf der Vorder- und Rückseite einige Anschlüsse, auf die wir in diesem Kapitel eingehen wollen.

Mit einer Länge von 20 Zentimetern, einer Breite von 16,5 Zentimetern und einer Höhe von etwa vier Zentimetern wiegt das gesamte Gehäuse mit allen Komponenten etwa 2,1 Kilogramm und  sorgt durch die anbringbaren Standfüße oder die Vesa-Wandhalterung für genügend Stabilität.

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Auf der Vorderseite befinden sich neben dem Herstellerlogo noch ein SD-Kartenslot, der  Powerknopf sowie jeweils zwei USB 2.0 und 3.0-Ports. Zwischen dem Powerbutton und den USB-Anschlüssen befinden sich zwei blaue LEDs, welche den Betriebszustand sowie den Festplattenzustand anzeigen können.

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Im Gegensatz dazu befinden sich auf der Rückseite der bereits genannte DVI-Anschluss, eine HDMI-Schnittstelle, zwei 3,5 Millimeter Audioanschlüsse sowie jeweils zwei weitere USB 2.0 und 3.0-Ports. Die Rückseite wird von der Gigabit-Ethernet-Schnittstelle und dem Stromanschluss komplettiert.

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Eine der beiden Seitenwände besitzt ein großes Herstellerlogo während die andere Seite über zwei verschraubte Öffnungen verfügt, welche für den Einbau von zusätzlichen Komponenten gelöst werden können.

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Einbau von zusätzlichen Komponenten

Wie zuvor erwähnt können an einem der beiden Seitenteile die Schrauben gelöst werden, um notwendige Komponenten wie den Arbeitsspeicher und die Festplatte einzubauen.

Mit Hilfe eines Kreuzschraubenziehers öffnen wir die beiden angesprochenen Schrauben und entnehmen die Schutzbleche, die uns nun einen Blick in das Innere ermöglichen. Auf den ersten Blick erkennen wir den Anschluss für das 2,5 Zoll Laufwerk, den Steckplatz für den Arbeitsspeicher sowie die Erweiterungsslot und das bereits eingebaute Wireless-Lan Modul.

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Ohne die beigelegte Installationsanleitung nehmen wir unsere Festplatte und stecken diese an die Serial-ATA-Schnittstelle. Selbiges erledigen wir mit dem Arbeitsspeicher und stecken diese beiden Riegel an die passende Stelle im Gehäuse.

Alle andere Komponenten, Controller und Steckverbindungen sind bereits miteinander verbunden und somit konnten wir den Einbau der zusätzlichen Hardware in weniger als fünf Minuten auch ohne Anleitung erledigen.

Zum Schluss verbinden wir den Stromanschluss mit einer Stromquelle und können mit der Installation des Betriebssystems sowie einigen Leistungstests fortfahren.

Testkonfiguration

Nach dem Einbau der zusätzlichen Komponenten haben wir folgende Testkonfiguration für einen durchschnittlichen Office-PC.

  • Shuttle Barebone DS437T
  • San Disk 64 Gigabyte SSD
  • Kingston 8 Gigabyte 1600 MHz, 204-polig, CL9

Unsere Testkonfiguration besitzt insgesamt einen Wert von etwa 299 Euro und entspricht somit dem Preis eines Bürocomputers oder eines teueren Heimservers.

Installation

Für die Installation nutzen wir jeweils einen bootbaren USB-Stick mit Windows 8.1 und Ubuntu als Betriebssystem. Nachdem ersten Start des Shuttle Barebone-PCs aktivieren wir das BIOS und wählen den USB-Stick zum Booten aus.

Nach einem Neustart starten beide Installationen und dabei können wir die passende Konfiguration für unseren Bürocomputer vorbereiten. Je nach Betriebssystem dauert die Installation mit Hilfe des USB-Sticks zwischen 15 und 25 Minuten.

Unter Windows 8.1 können wir auch ohne eine bestehende Internetverbindung die Treiber von der mitgelieferten Treiber-CD und einem externen Laufwerk installieren. Alternativ empfehlen wir bereits während der Installation eines Betriebssystem das Netzwerkkabel einzustecken, da hierbei direkt die notwendigsten Treiber für die Hardware geladen werden kann.

Leistungstests

Wir haben verschiedene Tests durchgeführt, um die Leistungsfähigkeit des Shuttle Barebone DS437T zu untersuchen. Dabei konnten wir insgsamt feststellen, dass unsere Testkonfiguration die beiden getesteten Betriebssysteme Windows 8.1 und Ubuntu ohne Probleme gestartet hat.

Der Startvorgang dauerte bei beiden Betriebssystemen vom Einschalten bis zum Startbildschirm etwa zehn bis fünfzehn Sekunden. Allerdings haben wir für diesen Test bereits die notwendigen Treiber installiert.

Zudem konnten wir mit Microsoft Office und Libre Office flüssig auf unserem Testsystem ausführen und auch die Wiedergabe von multimedialen Inhalten auch in hoher Qualität war flüssig möglich. Dabei haben wir unter anderem unser hochauflösendes Ausgangsmaterial für die Youtube-Videos über einen Netzwerkspeicher sowie von der SSD abspielen lassen.

Zum Schluss haben wir den Stromverbrauch während des laufenden Betriebs und im Ruhemodus gemessen, um zu schauen wie viel Leistung der kompakte Computer aufnimmt und ob sich dieser für den dauerhaften Betrieb eignet.

Nach Angaben des Herstellers soll der Shuttle Barebone DS437T während des Leerlaufs etwa zehn Watt und unter Vollast etwa 22 – 30 Watt. Im Leerlauf verbraucht der Barebone-PC mit etwa 12 Watt mehr als die angegebene Leistungsaufnahme. Im Gegensatz dazu hält sich die Leistungsaufnahme mit etwa 27 Watt innerhalb der angegebenen Grenzbereiche.

 

 

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Über mich: Jan

Schon seit meiner Kindheit habe ich bereits ein großes Interesse an Computerspielen, verschiedener Hardware und mobilen Geräten. Dabei macht mir nicht nur das Spielen mit Freunden und fremden Leuten im Internet Spaß, sondern auch das Zusammenbauen von Computern und das Testen von neuen Möglichkeiten mit mobilen Geräten wie Smartphone oder Tablet. Seit 2010 habe ich für unterschiedliche Blogs bereits geschrieben, aber gamoha.eu wird mein erster eigener Blog sein.

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