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LS520D: 2-Bay NAS von Buffalo im Test

Buffalo LS520D Front-Seite

Der Elektronikhersteller Buffalo ist für seine Speicherlösungen bekannt. Wir hatten nun die Möglichkeit mit der LinkStation LS520D einen Netzwerkspeicher, welcher für den normalen Heimanwender gedacht ist, zu testen.

Einleitung

Bei der LinkStation LS520D handelt es sich um ein 2-Bay NAS-System, welches speziell für weniger erfahrene Endanwender gedacht ist. Dieses System bietet die Möglichkeit Daten von verschiedenen Geräten aus abzurufen, dabei aber keiner Cloud ausgesetzt zu sein. Genauere Informationen wie ein NAS funktioniert findet ihr in unserem Testbericht zur WD MyCloud Mirror.

Lieferumfang

Buffalo LS520D Lieferumfang

Im Lieferumfang der LS520D befinden sich neben dem eigentlichen Netzwerkspeicher und einem Netzteil mit austauschbarem Stecker noch eine Kurzanleitung, sowie ein Lan-Kabel. Die zwei Festplatten sind bereits fest vorverbaut und haben in unserem Fall eine Kapazität von jeweils 2 Terabyte.

Technische Details

Buffalo LS520D Technische Details

Buffalo macht genaue Angaben über seine NAS-Systeme. So setzt das LS520D laut der Homepage auf einen Dual-Core Prozessor von Realtek, mit einer Taktrate von einem Gigahertz. Dieser wird von 256 Megabyte DDR3-Arbeitsspeicher unterstützt. Beim Ethernet-Anschluss handelt es sich um Gigabit-Lan, womit dieser keinen Flaschenhals darstellt. Der USB-Anschluss auf der Rückseite des Gerätes folgt dem USB 3.0-Standard. Die Festplatten sind mit SATA 3 angeschlossen. Das LS520D gibt es in verschiedenen Konfigurationen, und auch komplett ohne Festplatten zu kaufen. In unserem Fall sind zwei Mal zwei Terabyte große WD Green Festplatten montiert gewesen.

Äußerliche Beschreibung

Buffalo bietet sein NAS lediglich in einer schwarzen Variante an. Das Gehäuse besteht überwiegend aus Plastik, welches jedoch sehr hochwertig anmutet. Das Design ist schlicht gehalten und die Verarbeitung sehr gut.

Bis auf die Status LEDs findet sich auf der Vorderseite keine Besonderheit. Die Power-LED blinkt im Normalfall durchgehend, in einem recht dunklen und unauffälligen Rot-Ton. Die Status LED leuchtet lediglich unter Last, also wenn die Festplatten arbeiten, auf.

Buffalo LS520D Front-Seite

Auf der Rückseite finden wir neben dem Lan- und dem USB-Anschluss auch den Netz-Anschluss, sowie einen An-/Ausschalter und einen Funktionsknopf. Letzterer dient im Normalfall lediglich zur unkomplizierten Sicherung von USB-Geräten. Über den USB-Anschluss kann der Speicher der LinkStation jedoch auch einfach erweitert werden und Nutzer erhalten einen einfachen Netzwerkzugriff auf ihre externe Festplatte.

Buffalo LS520D Rückseite

Der Weg zu den Festplatten ist nicht ganz so einfach gestaltet, wie bei vergleichbaren Netzwerkspeichern. Um Jene auszutauschen müssen Nutzer das Gehäuse komplett aufschrauben, und nicht einfach nur ein Einschubfach herausziehen. Dieser Umstand ist aber aufgrund der bereits verbauten Festplatten nicht weiter schlimm.

Installation, Inbetriebnahme und Wartung

Da die LinkStation LS520D bereits mit Festplatten ausgeliefert wird, muss sie vor Inbetriebnahme lediglich an den Strom und an das Netzwerk angebunden werden.

Mithilfe der Schnellstartanleitung können wir den Buffalo NAS Navigator herunterladen, über welchen wir die Benutzeroberfläche des NAS einfach finden. An gleicher Stelle kann auch eine ausführliche Anleitung heruntergeladen werden.

Buffalo LS520D Setup Download

Buffalo LS520D NasNavigator 2

Auf dieser öffnet sich eine intuitiv geführte Schritt für Schritt  Einrichtung des Netzwerkspeichers. Anfangs wird das Admin-Passwort eingestellt, danach können erste Benutzer registriert werden und zu guter Letzt wird der gewünschte RAID-Modus der Festplatten eingestellt. Letzteres wurde in unserem Fall leider nicht übernommen, weshalb wir die Festplattenkonfiguration innerhalb der Benutzeroberfläche erneut vornehmen mussten. Bei unserem Testgerät stehen drei RAID-Modi zur Verfügung, RAID 0, RAID 1 und Linear. Ein großer Pluspunkt ist hier die Auswahlgrafik, welche die drei Modi auf eine sehr einfache Art und  Weise erklärt, und somit auch unerfahrenen Nutzern bei der Wahl des richtigen RAID-Modus hilft.

Buffalo LS520D RAID Modus

Ansonsten ist die LS520D nach diesen drei Einrichtungsschritten nutzungsbereit und über das Samba Protokoll, sowie einen FTP-Service zu erreichen. Ebenso wird auf geeigneten Abspielgeräten der integrierte Medienplayer angezeigt.

Weitere Services, wie der Web-Zugang können innerhalb der Systemsoftware konfiguriert werden.

Kommen wir noch zum Punkt „Wartung“. Die LS520D sucht automatisch im Netz nach Systemupdates und teilt dies dem Nutzer innerhalb der Weboberfläche mit. In unserem Fall konnte direkt nach der Installation eine neue Version des Betriebssystems heruntergeladen werden. Wir haben das Update durchgeführt und herausgefunden, dass der Netzwerkspeicher während des Downloads noch normal nutzbar ist. Sobald die eigentliche Installation beginnt, sendet die LinkStation eine Nachricht an den Buffalo NAS Navigator, welche dem Nutzer eine temporäre Unerreichbarkeit mitteilt. Nach abgeschlossener Installation und Neustart erhält der Nutzer erneut eine Benachrichtigung über den NAS Navigator.

Ist eine Festplatte defekt, muss diese Ausgetauscht werden. Dieser Vorgang erweist sich nicht als der leichteste, da dafür das Gehäuse aufgeschraubt werden muss. Insofern ist das Austauschen der Festplatten für Laien kaum machbar.

Insgesamt ist die Installation auch für unerfahrene Nutzer kein Problem. Lediglich die Wartung geht aufgrund der der Schwierigkeit des Festplattenwechsels nicht jedem leicht von der Hand. Das vorkonfigurierte Betriebssystem konnte uns in diesem Fall überzeugen. Es nimmt einem bei der Ersteinrichtung so gut wie alle Arbeiten ab. Deshalb hat die Ersteinrichtung inklusive Aufbau und Systemupdate bei uns keine zehn Minuten gebraucht.

Das Betriebssystem

Buffalo hat das Betriebssystem der LS520D so intuitiv wie möglich gestaltet. Die Weboberfläche zur Einstellung der LinkStation erinnert stark an ein normales Computer-Betriebssystem und lässt sich beinahe identisch bedienen, weshalb sich Nutzer nicht umgewöhnen müssen.

Buffalo LS520D Home-Seite

Wir finden auf dem „Desktop“ eine Art Arbeitsplatz, über welchen wir alle Ordner des Systems durchgehen können. Des Weiteren sind drei übergeordnete Ordner für Fotos, Musik und Bilder zu finden, welche die genannten Dateitypen sammeln. Über die Schaltfläche „Programme“ gelangen wir zu allen Einstellungen und vorkonfigurierten Ordnern des Systems. Diese können auch auf den Desktop gezogen werden, um sie schneller einzusehen. Jeder Nutzer hat seine eigene Weboberfläche, die er individuell gestalten kann. Der Funktionsumfang ist ausreichend, wobei Buffalo den Nutzern keine Möglichkeit gibt Programme von Drittherstellern zu verwenden, um das NAS für ihre Zwecke anzupassen. Dieser Umstand schränkt erfahrene Nutzer stark ein und mindert die Möglichkeiten, beispielsweise vom Smartphone oder Tablet auf den Netzwerkspeicher zuzugreifen.

Buffalo LS520D Systemeinstellungen

Basisfunktionen

Wie bereits erwähnt besitzt die LS520D keine Möglichkeit zur Installation weiterer Applikationen um jene zu ergänzen, die bereits vorinstalliert sind. Dennoch sind die Möglichkeiten für eine einfache Netzwerkfestplatte ausreichend. So lassen sich beliebig viele Nutzer erstellen. Jeder der Nutzer erhält eigene Berechtigungen und kann Ordner erstellen oder Löschen. Dabei ist es wichtig, dass Nutzer Daten nur mit Freigabe oder den öffentlichen Ordner austauschen können.

Zum Dateiaustausch stehen mehrere Services zur Verfügung. Für die Meisten Nutzer am wichtigsten ist wohl der Samba-, beziehungsweise der AFP-Service. Diese erlauben es mithilfe des Dateiexplorers von Windows, beziehungsweise direkt vom Mac aus auf die Ordner und Dateien des Servers zuzugreifen. Um auf die Ordner zuzugreifen, müssen sich Nutzer dann mit ihrem Account anmelden. Dann gibt es den sogenannten FTP-Service. Für diesen werden Programme, wie etwa FileZilla, benötigt. FTP ist etwas komplizierter zu nutzen als Samba und stellt im Prinzip eine schnellere Übertragungsmöglichkeit, als der normale Web-Zugriff dar. Und lohnt sich auch nur für Computer außerhalb des Netzwerkes. Der Web-Zugriff gestaltet sich anders, als bei den meisten anderen NAS-Geräten. Anstatt eine dynamische DNS festzulegen, muss der Nutzer einen Namen für sein NAS auswählen, um dann über die Seite buffalonas.com darauf zuzugreifen. Leider gibt es keine Möglichkeit im Betriebssystem selbst eine Dynamische DNS anzulegen, womit Nutzer gezwungen werden über buffalonas.com auf ihren Netzwerkspeicher zuzugreifen.

Neben diesen einfachen Dateiaustausch Services bietet die LS520 die Möglichkeit mit iTunes verbunden zu werden, um Musik oder Ähnliches herunterzuladen. Ebenso wird BitTorrent unterstützt. Abschließend steht noch ein DLNA-Server zur Verfügung. Auf diesen Medienserver kann mit allen DLNA-fähigen Geräten, wie etwa einer Spielekonsole oder einem Smart-TV-zugegriffen werden. So können Medien einfach auf jedem Gerät im Netzwerk abgespielt werden, ohne das eine Anmeldung notwendig ist. Der Ordner, welcher als Quelle dien,t kann vom Administrator festgelegt werden, wobei der „public“-Ordner als Standard eingestellt ist, da auf diesen alle registrierten Benutzer zugreifen können.

Verschiedene Tests mit der LS520D

Von einem Netzwerkspeicher erwarten wir in erster Linie eine schnelle Datenübertragung sowohl beim Speichern, als auch beim Auslesen. Daher haben wir uns im Folgenden näher mit den Übertragungsraten der verschiedenen Protokolle, als auch mit der Wiedergabefähigkeit des Medienplayers beschäftigt, um eine Bewertung der Leistung vorzunehmen.

Das Testszenario

Für unseren Test haben wir die LS520D mit einem Lankabel in unserem Redaktionsraum mit dem dortigen Raumverteiler (Gigabit-Switch) verbunden. Alle Computer im heimischen Netzwerk haben entsprechenden Zugriff auf das NAS erhalten, sodass wir Ergebnisse während der einzelnen und parallelen Nutzung machen konnten. Zusätzlich haben wir eine Spielekonsole und ein Smartphone ebenfalls mit der LS520D verbunden. Mit dieser Konfiguration können wir ein typisches Szenario unserer Meinung nach gut abdecken. Der Netzwerkspeicher dient als zentrales Element innerhalb des heimischen Netzwerks und weitere Geräte können auf diesen zugreifen.

Für unsere Testreihe haben wir die Geschwindigkeiten des SAMBA-Protokolls, des File Transfer Protocol (FTP) und des Webzuganges getestet. Weiterhin haben wir uns mit dem Stromverbrauch und der Lautstärke beschäftigt. Der Stromverbrauch ist hier besonders wichtig, da Buffalo groß mit Effizienz wirbt.

Bei den Tests der Übertragungsgeschwindigkeit haben wir unseren Redaktionsordner mit einer Größe von gut 30 Gigabyte einmal auf das NAS kopiert und von dort aus wieder auf den PC. Um die Geschwindigkeiten des NAS nicht zu verfälschen, haben wir unserem Test PC eine SSD als Speicherort verwendet.

Wir haben die Zeit beider Kopiervorgänge gemessen und aus der Gesamtgröße der Übertragung und der Dauer eine durchschnittliche Übertragungsrate ermittelt. Die Übertragungsgeschwindigkeit kann bei großen Einzeldateien höher ausfallen. Limitierende Faktoren sind die eingebaute Festplatte und die Netzwerkauslastung sowie der eingestellte Raid-Modus.

Um die maximal mögliche Übertragungsgeschwindigkeit herauszufinden, haben wir eine einzelne Datei von einem Gigabyte Größe kopieren lassen.

Dateiaustausch über das Samba-Protokoll

Beim Samba Protokoll handelt es sich um eine einfache Netzwerkfreigabe für Windows PCs, mit welcher Windows-Nutzer einfach über den Explorer auf den Netzwerkspeicher zugreifen können. Auch hier muss man sich mit seinem auf dem NAS festgelegten Account anmelden.

Dateiaustausch über das File Transfer Protocol

Neben der Netzwerkfreigabe und dem Austausch über das SAMBA-Protokoll haben wir dieselbe Datenmenge im lokalen Netzwerk mittels FTP-Programm übertragen. Im Gegensatz zur Windowsfreigabe ermöglicht ein FTP-Zugang auch den Zugriff außerhalb des eigenen Netzwerks. Und ist normalerweise die schnellere Alternative zu Webzugriffen. Von einem Test von Außerhalb des Netzwerkes haben wir aufgrund starker Internet Limitierung abgesehen.

Dateiaustausch über das Web Protokoll

Bei der LS520D ein Webprotokoll zur Verfügung, über welches Daten auch außerhalb des Netzwerkes ausgetauscht werden können. Dieses ist wie erwartet ein wenig langsamer als das FTP protokoll, es ist aufgrund der Zugriffsart von Aussen etwas einfacher zu nutzen. Weshalb wir das Webprotokoll trotz der Geschwinbdigkeitsnachteile für unerfahrene Nutzer empfehlen.

Buffalo LS520D schreiben lesen einzeldatei Buffalo LS520D schreiben lesen ordner

Einschränkend für die Übertragungsleistung, sowie Reaktionszeit wirken insbesondere die verbauten WD Green-Festplatten aus, welche eigentlich nicht für den Betrieb in NAS-Systemen gedacht sind und sich insbesondere auf einen geringen Stromverbrauch konzentrieren. Diese Festplatten verbaut Buffalo wahrscheinlich, um den beworbenen Stromverbrauch von 18 Watt gewährleisten zu können, was wir leider nicht testen konnten.

Lautstärke

Buffalos Netzwerkspeicher ist bei normaler Zimmerlautstärke oder mit Hintergrundgeräuschen nicht zu hören. Lediglich in absolut stillen Umgebungen ist eine Geräuschkulisse zu vernehmen. Selbst unter Vollast liegt die Lautstärke in einem akzeptablen Bereich und die LS520D bleibt leiser als viele Laptops oder die PlayStation 4 im Leerlauf. Insgesamt wird die Lautstärke hauptsächlich durch die Festplatten erzeugt.

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Über mich: David

Ich interessiere mich bereits seit einigen Jahren stark für Computer und die Technologie die dahinter steckt aber auch sehr stark für Gaming. Aus diesem Grund befasse ich mich seit längerem schon mit der Hardware die hinter einem PC und der Software die hinter einem Spiel steckt und mir ist es eine Freude beides zu testen. Aus diesem Grund habe ich im Jahr 2014 angefangen für Gamoha.eu zu bloggen.

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