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Haier: Iron V1 Smartwatch im Test

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Viele Hersteller versuchen sich auf dem mobilen Markt zu etablieren, insbesondere mit Smartphones aber seit neustem auch mit Smartwatches. Die intelligenten Uhren stellen mittlerweile ein Accessoire zum Telefon dar und Nutzer können mit Ihnen ähnliche Funktionen wie beim Smartphone verwenden, ohne dies aus der Tasche zu holen. Hierzu gehören beispielsweise Musik hören, Anzeigen von Nachrichten, Sprachaufnahmen durchführen oder sich in der Fußgängerpassage den Weg navigieren lassen. Trotz dieser zahlreichen Funktionen können Smartwatches auch die Uhrzeit anzeigen.

Einleitung

Vom Hersteller Haier haben wir eine kostengünstige Einsteiger-Smartwatch erhalten, die in Deutschland noch nicht im Handel ist und aktuell nur über einen Importeur wie gearbest.com erworben werden kann. Haier ist ein chinesisches Unternehmen, welches in Deutschland insbesondere für große elektronische Haushaltsgeräte wie etwa Spühlmaschinen oder Kühlschränke bekannt ist. In China und anderen ausgewählten Ländern gibt es von Haier aber auch mobile Produkte wie Smartphones und die von uns getestete Iron V1 Smartwatch.

haier logo gamoha

Der Hersteller bezeichnet seine erste Smartwatch als langlebige komfortable Uhr, welche mit vielen nützlichen Funktionen ausgestattet ist und hochwertig verarbeitet wurde. Wie beim damaligen Apple Watch Test wollen wir uns auch diese intelligente Uhr genauer anschauen und prüfen wie praktisch und haltbar diese Uhr im Alltag für ihren Preis tatsächlich ist:

Lieferumfang

Der Lieferumfang ist auf das Minimalste beschränkt, was bei einem Preis von etwa 50 Euro nicht weiter verwunderlich ist. So finden wir in einer quadratischen Verpackung nur noch ein Micro-USB-zu-USB-Kabel, um die Uhr wieder aufladen zu können. Die Uhr selbst wird mit einem schwarzen Kunststoffarmband ausgeliefert, welches beim Auspacken nach typischen Weichmachern roch. Trotz des geringen Lieferumfangs können wir direkt ohne weiteres Aufladen anfangen die Iron zu testen.

Technische Details

haier iron v1 technische details gamoha

Haier setzt bei der Iron V1 auf einen Mediatek-Chipsatz mit dem Namen MTK2502, der seit etwa zwei Jahren produziert wird und alle notwendigen Komponenten besitzt, die für die Uhr benötigt werden. Der Prozessor hat eine Leistung von etwa 500 Megahertz und soll zusammen mit den 64 Megabyte Arbeitsspeicher ausreichen, um die Applikationen auf der Iron V1 auszuführen.

Der integrierte Speicher beträgt 128 Megabyte, wovon ein Großteil allerdings das Betriebssystem Android Wear einnimmt. Das Betriebssystem ist in unserer Version auf Englisch voreingestellt und kann bei Neuinstallation auch auf Deutsch gestellt werden. Darüber hinaus wird Bluetooth 4.0 unterstützt, wodurch die Uhr sowohl mit Android- und iOS-Geräten verbunden werden kann.

Beim Display setzt der Hersteller auf ein IPS-Panel mit einer Auflösung von 240×240 Bildpunkten. Die Bildschirmgröße beträgt etwa 1,5 Zoll. Über dem Display ist eine 0,3-Megapixel-Kamera angebracht, welche für einfache Fotoaufnahmen gedacht ist. Da die Qualität der Kamera nicht wirklich zu gebrauchen ist, gehen wir in diesem Testbericht auch nicht näher darauf ein.

Zu den weiteren Features zählen diverse Sensoren darunter ein Herzschlagsensor. Mit Hilfe eines eingebauten Mikrofons lassen sich Sprachaufnahmen realisieren, die sogar ordentlich klingen.

Akkulaufzeit

Bevor wir uns der äußeren Beschreibung und weiteren Besonderheiten der Smartwatch kümmern, kommen wir erstmal zu dem wichtigen Punkt „Akkulaufzeit“.

Wir haben die Haier Iron V1 für eine Woche im Alltagstest ausprobiert und waren doch erstaunt, dass der Akku bei unserem gemischten Nutzungsverhalten auch mehr als diese Woche durchgehalten hat. Je nach Verwendung kann daher die Akkulaufzeit variieren. Der Hersteller selbst gibt eine Leistung des Akkus mit etwa 380 Milliamperestunden an, was etwa für 300 Stunden ausreichen soll.

Wird die Iron V1 von Haier als tatsächliche Uhr zum Prüfen der Uhrzeit verwendet, konnten wir an einem Tag bei regelmäßiger Betrachtung feststellen, dass die Uhr nicht einmal 15 Prozent Akkuleistung verloren hat. Selbst das Nutzen anderer Funktionen wie den Pulsmesser hat den Akku nicht sonderlich belastet. Darüber hinaus besitzt der Chipsatz einen eingebauten Stromsparmodus, sodass sich das Display und die Uhr zwar im Always-On-Modus befinden, allerdings auch schnell im Standy-By (nach etwa einer Minute ohne aktive Nutzung) verschwindet.

Etwas mehr Strom verbraucht die Uhr beim Musik hören, Telefonieren, Kontakte suchen, Navigation oder Fotos schießen sowie bei dauerhaft aktiver Bluetooth-Verbindung. So können an einem Tag bei dauerhafter Nutzung gut 25 Prozent der Akkuleistung verloren gehen. Ebenso schnell geht aber auch die Akkuleistung des verbundenen Endgeräts verloren.

Insgesamt sind wir aber von der Akkuleistung sehr überrascht worden und hätten es der kostengünstigen, intelligenten Uhr nicht zugetraut – auch wenn wir die angegebenen 300 Stunden des Herstellers nicht vollständig erreicht haben.

Äußere Beschreibung

Schauen wir uns die Haier Iron V1 Smartwatch auf den ersten Blick an, wissen wir auch sogleich von welchem Hersteller sich Haier inspirieren lassen hat.

haier iron v1 queransicht gamoha

Die Haier Smartwatch besitzt ein schwarzes Kunststoffband, welches elastisch und reißfest ist. Es ist mit Hilfe eines einfachen Schiebe-Mechanismus am Aluminium-Unibody-Gehäuse auf beiden Seiten der Iron V1 befestigt. Das Armband lässt sich auch nicht durch bloßes Ziehen von der Uhr lösen.Mit Armband betragen die Maßen der Haier Iron V1 25 Zentimeter in der Länge, 4 Zentimeter in der Breite und in der Höhe etwa ein Zentimeter bei einem Gewicht von etwa 60 Gramm, wodurch die Uhr sehr leicht zu tragen ist.

haier iron v1 armband gamoha

Abgerundete Ecken sowie ein Displayschutz mit Gorilla Glass 2.5D befinden sich auf der Vorderseite als nennenswerte Besonderheiten.

haier iron v1 front gamoha

Auf der rechten Seite befindet sich eine Krone, welche sich allerdings nur als Power- und Zurückknopf eignet. Weitere angedachte Funktionen beispielsweise als Scrollrad sind hier nicht vorgesehen und funktionierten auch nicht.

haier iron v1 rechte seite gamoha

Gegenüber befindet sich – unter einer Abdeckung – ein Micro-USB-Anschluss zum Aufladen der Iron V1.

haier iron v1 linke seite gamoha

Komplettiert wird das Uhrengehäuse auf der Rückseite von einem sichtbaren Sensor, Lüfteröffnungen und dem Herstellerlogo.

haier iron v1 rueckseite gamoha

Ergonomie und Bedienbarkeit

Haier’s Iron V1 fühlt sich beim Tragen ganz angenehm an, lediglich der bereits angesprochene Weichmacher-Geruch ist störend, verschwindet aber glücklicherweise nach ein paar Tagen. Es fühlt sich wie eine normale Uhr an. Die Spaltmaße sind gering gehalten und auch die Bedienung per Gesten funktioniert nahezu einwandfrei.

Mit Hilfe von Gesten und dem Touchscreen können wir die Uhr steuern. Der Touchscreen reagiert dabei ordentlich auf unsere Aktionen, wobei wir hauptsächlich Wisch- und Tipp-Bewegungen durchführen brauchen. Im Prinzip lässt sich die Uhr so mit einem Finger bedienen. Allerdings können zu große Finger Probleme bei der Bedienung bereiten.haier iron v1 apps auf uhr gamoha

Bei einigen vorinstallierten Applikationen ist es sogar möglich nach rechts zu wischen, um zu einem vorherigen Punkt zurückzukehren. Nutzen wir hingegen die Krone, landen wir leider immer wieder direkt im Hauptmenü oder im Startscreen der Uhr. Leider beschränkt sich an dieser Stelle die Funktionalität der Krone und wir hätten uns über Scroll- und Auswahlfunktionen gefreut.

Darüber hinaus haben wir festgestellt, dass die Uhr sich in den sogenannten Massenspeichermodus beim Aufladen setzten lässt. Dann funktionieren aber einige Applikationen wie die Kamera nicht mehr.

Insgesamt sind wir zwar mit der Bedienung zufrieden, auch wenn sich diese nicht so einfach anfühlt wie beispielsweise bei der Apple Watch. Hier sehen wir allerdings auch Nachholbedarf beim Betriebssystem.

Vorinstallierte Apps

Bereits ab Werk bringt die Iron V1 einige vorinstallierte Applikationen mit sich. Einige funktionieren nur wenn ein Smartphone mit der Uhr verbunden wurde, andere stehen wiederum nicht zur Verfügung.

Zu den Apps gehören ein Telefonbuch, Telefon, Anrufverzeichnis, Nachrichten-Service, Wecker, Kalender, Remote-Musikspieler, Datei-Manager, Soundrecorder,  Stoppuhr, Taschenrechner und ein Bildbetrachter. Davon funktionieren das Telefonbuch und das dazugehörige Telefon zusammen mit dem Anrufverzeichnis sehr gut und synchronisieren mit unserem Smartphone.

Unabhängig vom Smartphone funktioniert der Datei-Manager, der Wecker oder die Kamera-App, welche sehr einfach gehalten sind und sich mit wenigen Gesten bedienen lassen. Gar nicht funktionierten hingegen der Nachrichten-Service für Dienste wie SMS, Facebook oder andere Messenger oder aber der Zugriff auf Dienste des verbundenen Smartphones wie etwa Dateien oder Fotos. Auch die „Mein Gerät finden“ App funktionierte nicht wie gewünscht.

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Leider hat die Iron V1 von Haier Probleme bei der Verbindung mit unserem Smartphone gehabt, sodass zwar Kontakte, Musik und das Anrufverzeichnis synchronisiert wurden, aber der Verbindungsstatus sich in der Android Wear App nicht verändert hat.

Darüber hinaus besitzt die Smart Watch Fitnessfunktionen wie einen Schrittzähler, Pulsmesser sowie einen Modus zum Überwachen des eigenen Schlafs. Hierbei gibt beispielsweise der Pulsmesser nur einen ungefähren Pulsmesser wieder, welcher in der Regel zu hoch ist. Auch der Schrittzähler funktioniert etwas ungenau, kann aber noch am ehesten bei den Fitnessfunktionen verwendet werden.

Neue Apps installieren

Neue Applikationen können mit Hilfe des verbundenen Smartphones auf der Uhr installiert werden. Hier hat Google in seinem Play Store einen Bereich angelegt, der über die Android Wear App erreichbar ist.

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So lassen sich Erweiterungen für die Fitness, weitere Ziffernblätter für die Uhr sowie Newsfeeds von Zeitungen und Online-Magazinen herunterladen. Allerdings konnten wir diese Applikationen zusammen mit unserem Smartphone nicht nutzen oder installieren. Immer wieder zeigt uns die Android Wear App an, dass wir uns mit der Iron V1 V1 verbinden müssen.

Ziffernblätter

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Ab Werk werden sechs Ziffernblätter vorinstalliert. Wie im vorherigen Kapitel beschrieben, können weitere Ziffernblätter über die Android Wear App installiert werden. Letzteres hat in unserem Test leider nicht funktioniert, da wir die Smartwatch und unser Telefon nicht ordentlich miteinander verbinden konnten.

Anders als bei der Apple Watch lassen sich die Ziffernblätter und die Darstellung nicht großartig anpassen. Lediglich das Aussehen lässt sich verändern, weitere Funktionen hängen vom Entwickler des Designs ab.

Kaufempfehlung ja/nein?

Zum Abschluss des Testberichts wollen wir uns noch mit dem Preis beschäftigen.

Die Smartwatch ist ab einem Preis von 50 Euro online bei diversen Importeuren sowie bei Amazon erhältlich. Für diesen Preis erhaltet ihr eine sehr einfach ausgestattete Uhr, welche allerdings über eine lange Akkulaufzeit und eine hochwertige Verarbeitung verfügt. In diesem Fall würden wir Euch eine volle Kaufempfehlung aussprechen.

Kommen wir aber zudem, was uns an der Uhr gestört und was nicht so gut funktioniert hat und somit zu dem „Warum“ wir Euch nur eine eingeschränkte Kaufempfehlung geben. Bereits beim Pairing gibt es Unstimmigkeiten. So finden wir die Uhr entweder doppelt oder beim Koppeln wird auf der Iron V1 kein Bestätigungscode angezeigt. Auch sonst hat die Verbindung mit dem Smartphone nicht immer funktioniert und die Synchronisation zwischen Smartphone und Smartwatch dauerte zu lange. In den meisten Fällen wurde die Verbindung einfach wieder getrennt. Einige Apps funktionierten ebenfalls nicht sauber oder konnten gar nicht erst ausgeführt werden, da eine Verbindung zum Smartphone vorhanden sein muss.

Hinzukommt, dass unser Smartphone ständig versuchte eine Verbindung mit der Uhr aufzubauen und dies nicht dauerhaft gelang, auch wenn seltsamerweise Kontakte und Musik drahtlos zur Verfügung standen.

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Über mich: Jan

Schon seit meiner Kindheit habe ich bereits ein großes Interesse an Computerspielen, verschiedener Hardware und mobilen Geräten. Dabei macht mir nicht nur das Spielen mit Freunden und fremden Leuten im Internet Spaß, sondern auch das Zusammenbauen von Computern und das Testen von neuen Möglichkeiten mit mobilen Geräten wie Smartphone oder Tablet. Seit 2010 habe ich für unterschiedliche Blogs bereits geschrieben, aber gamoha.eu wird mein erster eigener Blog sein.

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