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Filmkritik: Assassin’s Creed

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Wir sind der Einladung von 20th Century Fox gefolgt und konnten uns bereits zwei Wochen vor dem offiziellen Kinostart den Film Assassin’s Creed anschauen. Der Film des Regisseurs Justin Kurzel basiert auf der gleichnamigen Spielserie aus dem Hause Ubisoft, welche bereits Millionen Spieler und Fans begeistern konnte. Doch weiß auch der Film zu überzeugen und können sich Fans mit dem Blockbuster-Titel anfreunden?

Zusammenfassung der Handlung

Kann Spoiler enthalten

Assassin’s Creed besitzt einen Handlungsstrang, der uns in die heutige und die Zeit der Spanischen Inquisition versetzt. Der Hauptcharakter heißt Callum Lynch, ein zum Tode verurteilter Krimineller, der kurz vor seiner Hinrichtung von einer mysteriösen Firma namens Abstergo Industries „gerettet“ wird. Diese zwingen ihn aber zur Teilnahme am aus den Spielen bekannten Animus Projekt, welches ihn mittels eines Computersystems in die Erinnerungen seines Vorfahren Aguilar de Nerha eintauchen lässt. Sein Vorfahre war ein Assassine, welcher zur Zeit der Spanischen Inquisition gelebt hat. Durch das Nacherleben der Erinnerungen eignet sich Lynch auch im echten Leben die Fähigkeiten seines Vorfahren an, die er schließlich in der Gegenwart gegen die modernen Mitgliedern des Templerordens anwenden muss.

Effektfeuerwerk und schöne Parkourszenen

Hohes Erzähltempo, ein Mix aus Hintergrundinformationen und Actionszenen beschreiben die guten Seiten von Assassin’s Creed. Die Spannung hält der Film dadurch auf einen Höchstmaß und flacht erst gegen Ende so richtig ab. Auch die gut gewählten Drehorte sorgen für eine Atmosphäre wie sie auch in den Spielen zu finden sein könnte. Besonders überzeugen konnten uns dabei die verschiedenen Parkours- und Verfolgungsszenen sowie das (was auch in keinen Assassin’s Creed Spiel fehlen darf) ein Sprung aus einer schwindelerregender Höhe in unbekannte Tiefen. Kurze und knackige Kampfszenen wussten ebenfalls zu überzeugen.

Ebenso lassen sich typische Elemente aus den Spielen wiederfinden. Als Hauptbestandteil findet sich der Animus wieder. Dieser ist allerdings nicht wie im Spiel wie ein Therapiesessel gestaltet, sondern wie ein übergroßer Roboterarm, der Michael Fassbender als Callum Lynch in die Erinnerungen seines Vorfahren eintauchen lässt. In seinen Erinnerungen finden sich nicht nur die typischen Assassinen-Waffen wie die versteckte Klinge, sondern auch Tiergestalten wie der Adler, den wir als Zuschauer ebenfalls sehr schön in Szene gesetzt folgen dürfen.

Oberflächliche Charakterentwicklung und zu schnelle Erzählung

Bereits anhand der verschiedenen Ableger von Assassin’s Creed wird deutlich wie umfangreich das Universum eigentlich ist. Der Film besinnt sich auch bedingt durch das sehr hohe Erzähltempo auf einen sehr begrenzten Ausschnitt zur Zeit der Spanischen Inquision sowie den Machenschaften des Templarordens. So wird beispielsweise für Zuschauer, die nicht mit dem Assasinen-Universum vertraut sind, nicht direkt deutlich was diese Organisation eigentlich für Ziele hat und wofür der Animus eigentlich steht. Mehr als eine kurze Erklärung gibt es in dem Film leider nicht.

Darüber hinaus gibt es neben der Haupthandlung weitere Handlungsstränge, die allerdings nur kurz angerissen und nicht weiter verfolgt werden. Hier hätten sich die Filmemacher lieber auf die wichtigen Hauptfiguren und ihren Rollen innerhalb des Universums konzentrieren sollen. Die gesamte Charakterentwicklung bleibt daher nur oberflächlich und Beziehungen sowie Konflikte werden nicht richtig erläutert. Insgesamt müssen sich die Zuschauer alle einzelnen teilweise komplexen Handlungen wie bei einem Puzzle selbst zusammenfügen, um den Durchblick zu behalten.

Fazit

Grundsätzlich ein sehenswerter Actionfilm, bei dem leider die Handlung und die Charakterentwicklung durch die Schnelligkeit der Erzählung ein wenig auf der Strecke bleibt. Wer auf Effektfeuerwerk steht und einmal das Assasinen-Universum wie bei einer Achterbahnfahrt kennenlernen will, kann sich auf spannende Kinounterhaltung freuen. Fans und Spieler der gleichamingen Spielereihe von Ubisoft werden auch ihren Spaß haben, da sich sehr viele Elemente aus dem einzelnen Teilen der Assassins Creed Serie wiederfinden lassen.

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Über mich: Jan

Schon seit meiner Kindheit habe ich bereits ein großes Interesse an Computerspielen, verschiedener Hardware und mobilen Geräten. Dabei macht mir nicht nur das Spielen mit Freunden und fremden Leuten im Internet Spaß, sondern auch das Zusammenbauen von Computern und das Testen von neuen Möglichkeiten mit mobilen Geräten wie Smartphone oder Tablet. Seit 2010 habe ich für unterschiedliche Blogs bereits geschrieben, aber gamoha.eu wird mein erster eigener Blog sein.

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