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Erfahrungsbericht: Linux Mint 17.2 Cinnamon

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Heute wollen wir Euch Linux Mint 17.2 Cinnamon mit seinen Vor- und Nachteilen zeigen und Euch verraten für wen sich ein Umstieg von Windows lohnen würde.

Einführung

Linux Mint basiert nach eigenen Angaben auf der Distribution Ubuntu, welches um es einmal vorweg zu nehmen, nicht direkt zu erkennen ist. Die neuste LTS-Version kann auf der Webseite der Entwickler heruntergeladen werden. LTS bedeutet Long Term Service und beschreibt eine Entwicklungsversion, die über einen längeren Zeitraum von den Entwicklern in Form von Updates unterstützt wird. In unserem Fall soll die Unterstützung der Entwickler für Linux Mint bis April 2019 andauern.

Für unseren Erfahrungsbericht haben wir die beiden folgenden Computer verwendet:

Laptop: Desktop:
Dell Precision M4500
Intel Core i5 M520 @ 2x 2,40 GHz
8 GB DDR-3 RAM
NVIDIA Quadro FX 880M
250 GB HDD
Dell Precision T5400
2x Intel Xeon E5430 @ 4x 2,66 GHz
12 GB DDR-2 ECC RAM
AMD HD 7850
128 GB SSD, /home Verzeichnis auf 1 TB HDD

Installation

Für die Installation muss ein entsprechender USB-Stick oder eine bootbare DVD vorbereitet und der zu installierende Computer neugestartet werden, sodass von dem USB-Stick oder der DVD das Betriebssystem installiert werden kann.

Das Setup beginnt mit der Auswahl der Sprache. Anschließend können wir uns aussuchen, ob wir Linux Mint neben Windows installiert haben wollen oder ob es alleine laufen soll. Optional kann eine Verschlüsselung der Daten ausgewählt und ein Tastaturlayout verwendet werden. Zum Schluss geben wir noch die gewünschten Zugangsdaten ein und warten bis die Installation durchgeführt wurde. Nach einem Neustart erscheint das erste Mal der Anmeldebildschirm.

Desktop und Menüs

Nach der Installation des neuen Betriebssystems können wir uns mit dem angelegten Benutzer und Passwort ähnlich wie bei Windows anmelden und gelangen anschließend zum Desktop. Der sogenannte Cinnamon-Desktop ist ähnlich aufgebaut wie der Desktop von Windows.

Dies ermöglicht eine einfache Umgewöhnung auf das neue System und dürfte insbesondere für diejenigen unter Euch interessant sein, die eine Alternative zu ihrem Windows-Betriebssystem suchen.

Desktop

Bild 1 von 38

So sieht der Desktop von Linux Mint Cinnamon aus

Linux Mint ermöglicht beispielsweise auch das Ändern des Hintergrundbilds oder das Anpassen des gesamten Aussehens. Hierfür steht ein Theme Manager zur Verfügung, der es einem ebenso ermöglicht bereits vorgefertigte Themes aus der Community zu nutzen. So kann Linux Mint etwa so aussehen wie Windows 7 oder Windows 10 oder wie Mac OSX. Hinzukommt, dass sich wie bei Windows auch Ordner individualisieren lassen.

Fortfahren wollen wir mit einigen Anwendungsbeispielen wie der Bildbearbeitung, Musikverwaltung und Datensynchronisation zwischen weiteren Geräten.

Bildbearbeitung

Mit Linux Mint wird auch bereits ein Grafikprogramm ausgeliefert, welches viele gängige Bildformate wie JPG oder PNG unterstützt. Das Grafikprogramm ist unter dem Namen Gimp bekannt, welches auch für Windows kostenlos erhältlich ist. Es ermöglicht alle nötigen Werkzeuge, die zur Bildbearbeitung wünschenswert sind.

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Dies funktioniert für gängige Bildformate und auch Kompositionen mit verschiedenen Ebenen lassen sich realisieren. Für Fotografen, die ihre Bilder vermutlich im RAW-Format bearbeiten, gibt es eine weitere Software mit dem Namen Darktable, welches weitere Funktionalitäten zur erweiterten Bildbearbeitung liefert.

Musikverwaltung und Synchronisation

Bereits nach der Installation steht dem Anwender ein eigener Musikplayer zur Verfügung, der Musik in den gängigen Formaten als MP3 oder von der CD abspielen kann. Das Aussehen ist an Apples iTunes angelehnt, wodurch eine Umgewöhnung von Mac OSX oder Windows nicht schwer fallen dürfte.

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Des Weiteren ermöglicht der Musikplayer die Synchronisation mit externen Geräten. Beispielsweise gelingt dies mit iOS Geräten wie iPhone oder iPod. Ohne die Installation weiterer Treiber kann die eigene Musiksammlung mit diesen Geräten synchronisiert werden.

Nutzung im Alltag

Insgesamt bietet Linux Mint verschiedene Software an, mit dem sich das Betriebssystem ideal im Alltag bis auf aufwendige Spiele gut nutzen lässt.

So steht für Büroaufgaben als Alternative zu MS-Office bereits Libre Office vorinstalliert zur Verfügung. Aber auch, wie in den vorherigen Abschnitten kurz beschrieben, können Bilder, Videos und Musik wiedergegeben und bearbeitet werden. Gängige Programme wie ein Taschenrechner und Internetbrowser gehören ebenfalls zur Ausstattung.

Andererseits eignet sich das Betriebssystem auch für schulische Zwecke, sodass neben dem Kennenlernen eines neuen Betriebssystems auch Programme wie GeoGebra (Mathematik) oder Arduino (Elektrotechnik) verwendet werden können.

Zusätzliche Software, wie die beiden zuvor genannten Beispiele, kann entweder mit der vom Hersteller zur Verfügung gestellten Installationsdatei oder den integrierten Paketmanager installiert werden. Für den täglichen Bedarf scheint eine passende Lösung bereit zu stehen.

Computerspiele unter Linux

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl (etwa 1200 Titel), die unter Linux spielbar sind. So können sich sicherlich auch Gelegenheitsspieler den einen oder anderen Titel aus ihrer Steam-Bibliothek für Linux herunterladen und Spielen. Allerdings sind größere Titel wie Assassins Creed oder GTA V noch nicht als native Linux-Version erhältlich, da einfach die Zielgruppe fehlt.

Nicht native Spiele wie Anno 1701 mit Hilfe von POL installieren und spielen

Bildschirmfoto vom 2015-08-30 10_21_38

Performance

Während unseres Tests benötigt das gesamte Betriebssystem etwa ein bis zwei Gigabyte an Arbeitsspeicher im aktiven Betrieb. Ein Großteil des Speicherverbrauchs ist auf die grafische Oberfläche zurückzuführen.

Für das Starten des Betriebssystems benötigt unser Notebook etwa zehn Sekunden, während der Computer mit der SSD etwa vier Sekunden brauchte, um den Anmeldebildschirm anzuzeigen.

Zusammenfassung

Linux Mint eignet sich als Alternative für das Windows-Betriebssystem und kann den Anwender bei täglichen Aufgaben wie Musik hören, Videos angucken oder Dokumente bearbeiten unterstützen. Spielen ist mit diesem Betriebssystem ebenfalls möglich, auch wenn sich die Anzahl der nativ spielbaren Titel noch in Grenzen hält. Ein Umstieg lohnt sich allerdings nur für diejenigen, die mit einigen Einschränkungen leben können und eine Alternative zu Windows suchen.

Hinweis: Mit diesem Erfahrungsbericht wollen wir nur sehr kurz das Betriebssystem und einzelne Funktionen exemplarisch vorstellen, um einen Überblick zu geben, welche Anwendungen von diesem Betriebssystem abgedeckt werden.

Artikelbild: Linux Mint

 

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